Nordzypern

Seit April 2003 ist die Grenze zwischen dem Süden und dem Norden der Insel durchlässig geworden. Zwar konnten Touristen auch schon früher vom Süden in den Norden der Insel reisen, aber das ging nur über Nicosia. Mittlerweile gibt es überall auf der Insel Grenzübergänge.
Der Nordteil Zyperns ist landschaftlich wunderschön. Es lohnt sich auf alle Fälle mal einen Tagesausflug dorthin zu machen.

Hinweise für einen Aufenthalt im Norden:
Am Grenzübergang muß man für den Mietwagen eine Versicherung abschliessen (sie kostet CYP 15,00 und gilt für drei Tage, Stand July 2005), ein Visum beantragen (wird auf einem sep. Blatt gestempelt, denn mit einem Stempel der Republik Nordzypern im Reisepass, ist ein Eintritt in den Süden der Insel nicht erlaubt) und kann dann in den Norden.

Anmerkung: Ob im Falle eines Unfalles die abgeschlossene Versicherung wirklich für den Schaden aufkommt, ist unklar. Aus genau diesem Grund ist es von den Autovermietern aus dem Süden auch nicht erlaubt (aber auch nicht ausdrücklich verboten) mit dem Fahrzeug in den Norden zu fahren. Wenn Sie also ganz sicher gehen wollen, lassen Sie Ihr Mietfahrzeug im Süden und mieten im Norden ein Neues.

Besorgen Sie sich eine Landkarte, die neben den griechischen Städtenamen auch die türkischen angibt. Denn die Straßenschilder im Norden sind in türkisch und fast alle Städte und Dörfer haben bei den türkischen Zyprioten andere Namen, als bei griechischen Zyprioten.

Auch wenn es noch so verlockend ist...kaufen Sie nichts im Norden um es in den Süden einzuführen. Die griechischen Grenzkontrollen sind sehr streng, ich bin jedes Mal genauestens untersucht worden und der Wagen wurde bis in den letzten Winkel durchsucht. Mich erinnerte es ein wenig an frühere Grenzkontrollen bei der Ausreise aus der DDR.

Wie gesagt, ein Besuch des Nordens lohnt sich auf alle Fälle. Hier ein Auswahl von Fotos, die ich dort gemacht habe:
(Klicken Sie auf die Bilder um sie im Großformat zu sehen)

 

Strand in Famagusta

Strand in Famagusta

Strand in Famagusta (Oktober 2003)

Der Hafen von Kyrenia (türk.Girne)

Hafenpromenade in Kyrenia

Karpas Halbinsel

Karpas Halbinsel

Rizokarpaso (türk. Dipkarpaz) auf der Karpas Halbinsel
Rizokarpaso war bis 1974 fast ausschließlich von griechischen Zyprern bewohnt. Einige von Ihnen sind nach der türkischen Invasion nicht in den Süden gegangen und leben auch heute noch dort. Sie werden einmal wöchentlich von UN-Soldaten mit Lebensmitteln versorgt und haben dort ihre Kirche und auch eine Schule. Auf der Hauptstrasse (siehe Bild) ist auf der linken Seite ein griechisches Kaffeehaus und gegenüber das türkische Kaffeehaus.

Sankt Andreas Kloster im äußersten Norden der Insel

Blick über die Bucht zum Sankt Andreas Koster

Unberührte naturbelassene Strände auf der Karpas Halbinsel

Mai 2004 Karpas Halbinsel

Salamis liegt ca. 10km nördlich von Famagusta. Es sind die Ruinen des im 11.Jh. v. Chr. gegründeten antiken Vorläufers von Famagusta: der Stadt Salamis. Die Hauptstadt des antiken Königreichs ist erst zu einem geringen Teil ausgegraben.

Von besonderem Interesse ist das römische Theater aus dem 1. Jh. mit 50 Sitzreihen und Platz für ca. 15.000 Zuschauern.

Das Dorf Bellapaix bei Kyrenia
Bellapaix wurde ber
ühmt durch die Erzählungen des englischen Autor Lawrence Durell, der von 1953 - 1956 dort lebte und sehr bildhaft seine Erlebnisse und die politischen Zustände dieser Zeit in dem Buch “Bittere Lemonen” beschrieben hat..

Bellapaix

Das Kloster Bellapaix

Leser des Buches Bittere Limonen” werden ihn kennen....”Der Baum des Müßiggangs”.
Bellapaix empfehle ich jedem Besucher des Nordens, es ist eine ganz besondere Atmosphäre in diesem Dorf

Das Haus in dem Lawrence Durrell von 1953 bis 1956 gelebt hat.

Kloster Bellapaix

Der Ort Karmi (türk. Karaman) ist schon ein wenig exotisch. Ein ehemals griechisches Bergdorf wurde von Ausländern, vorwiegend Briten, Deutschen, Österreichern und Franzosen aufgekauft und zu einer ansprechenden “Kolonie” ausgebaut.
Es ist Geschmacksache, der Ort ist zwar sehr gepflegt, aber paßt mit seiner Ordnung nicht in das Bild Zyperns. Mir war es dort “zu deutsch”.

Straße von Morfou (türk. Güzelyurt) nach Soloi.

Antikes Theater in Soli

Blick über die Bucht von Morfou


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